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Fragen zum Bandprojekt Final Stap an Mike Kilian und Tobias Künzel (Berlin, Leipzig)

03.02.2004

Textversion
 

1
Fünf Konzerte der Formation Final Stap haben stattgefunden; wie fällt Eure Bilanz aus, seid Ihr mit der Publikumsresonanz zufrieden?


Mike:
Fünf ausverkaufte Shows, was soll man da noch sagen.

Tobias:
Da wir mit gar nichts gerechnet hatten, haben wir uns einfach nur gefreut, vorher und währenddessen. Naja, und jetzt, danach, sind alle traurig, dass es schon vorbei ist, also insgesamt wie beim Sex.

Final Stap, live in Leipzig, Moritzbastei, 08.01.2004

Final Stap

2
Ragt ein Konzert, rückwirkend betrachtet, besonders heraus?


Mike:
Jedes war auf seine Art Klasse.

Tobias:
Ein Höhepunkt jagte den nächsten, schon wieder wie beim Sex …

3
Wie wurde die Idee zu dem Projekt geboren, wie fanden die Mitglieder zueinander?


Tobias:
Ich wollte endlich mal wieder trommeln und außerdem musste ja mein schönes Schlagzeug an die frische Luft. Da hab ich als erstes Christian Sorge angerufen und gesagt, dass wir jetzt aber mal was großes machen müssen. Er hat das auch gleich verstanden, genau so wie der Dirk Posner. Bei Mike Kilian hat´s ein bisschen gedauert, wir haben ihn mit Hilfe von mehreren Kästen Bier dazu überreden können, die europäische Musikgeschichte mit uns neu zu schreiben. Aber mal ganz im Ernst, Mike ist einer der größten Rocksänger und Entertainer, die ich kenne, da bleib ich gern hinterm Schlagzeug sitzen.

4
Wie kam es dazu, Uwe Schneider von den Teens als very special guest der ersten Konzertreihe zu verpflichten?


Tobias:
Uwe und ich kennen uns seit Anfang der 90er Jahre und ich hab ihn während der Final Stap - Probenzeit zufällig in Dresden bei seinem Radiosender besucht, tja und da sind wir im Gespräch drauf gekommen, dass es cool wäre, wenn er ein paar Songs mitspielt, sozusagen als Ehrengast.

5
Ihr habt zahlreiche, „unverwüstliche“, Rock-Nummern der „Glam-Rock-Ära“ gecovert, adaptiert, Euch in teilweise großartiger Manier künstlerisch zueigen gemacht – was haben diese Titel, was aktuelle Produktionen offenbar nicht aufweisen?


Mike:
Da hängen Erinnerungen dran …der erste Sex … das erste mal besoffen … der Wunsch, selber künftig Musik zu machen und auf der Bühne zu stehen …

6
Die Freude war Euch anzumerken, einmal fernab der Stamm-Bands aufzuspielen – gab es „daheim“ Eifersüchteleien?


Mike:
Nein, jeder hat nur das gemacht, worauf er absolut Bock hatte und letztendlich profitieren wir alle von dem Erfolg.

Tobias:
Henri und Sebastian waren ja auch bei zwei Gigs da und Sebastian hat in Dresden sogar den Support Act, eine fünfköpfige Mädchenband, angesagt.

7
Eure erste Maxi-Single Paperback Writer ist in gut sortierten CD-Shops bzw. via Internet erhältlich. Warum gerade dieser Titel, wo wurde sie aufgenommen bzw. produziert, wie läuft der Abverkauf?


Tobias:
Mike hatte die Nummer auf seiner Liste stehen und sie eignet sich ziemlich gut, um daraus eine Version im Neo-Glam-Rock-Style zu machen. Wir haben bei mir im Studio geprobt und da natürlich auch gleich den Song aufgenommen. Wir haben nur eine ganz kleine Auflage pressen lassen, einige wenige Restexemplare sind wohl noch da … guck mal auf www.finalstap.de

8
Wie hoch ist insgesamt der Vorbereitungsaufwand eines solchen Projektes einzuschätzen, gibt es dabei viel zu proben und zu organisieren oder „schüttelt“ man das als Profi „aus den Handgelenk“?


Mike:
Kommt darauf an, wie viel Alkohol man verträgt,  :-) . Normaler Weise brauchst du für so ein Projekt eine Vorbereitungsphase von mindestens einem halben Jahr. Wir hatten nur knapp zwei Monate, aber dank unserer hervorragenden Crew von Technikern, Promotion - Abteilung sowie dem Management hat´s geklappt. Wir haben ungefähr vier Tage geprobt, jeder hatte vorher ein Tape bekommen und sich profimäßig darauf vorbereitet. Den Rest der Zeit verbrachten wir mit  :-)  und dem Ausdenken des Ganzen drum herum, es war wie im Ferienlager, nur leider ohne Frauen.

Tobias:
Im Hintergrund waren wir wirklich wie eine aufgeregte Schülerband. Wir haben bei mir im Keller geprobt, die Kulissen gebastelt und sind zum Baumarkt gefahren und so. Alle haben voll dahinter gestanden und allen hat´s wirklich Spaß gemacht. Band, Crew, Management und Promotionfirma waren wie eine große Familie. Keinem ging´s darum, die große Kohle zu verdienen. Deshalb hatís auch funktioniert. Naja und dann kommt sicher noch dazu, dass wir alle beruflich Musik machen …

9
Stehen landauf, landab Veranstalter derlei Unternehmungen aufgeschlossen gegenüber oder scheuen manche eher das vermeintliche Risiko, sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf selten bzw. unbefahrenen Gleisen zu bewegen?


Mike:
Dank der hartnäckigen Überzeugungskraft unseres Managements und der Bestrafung durch fünf ausverkaufte Shows. Manche Veranstalter weinten, weil sie Leute nach Hause schicken mussten. Ach, was hätten sie für Geld verdienen können. Risiko gehört eben zum Leben dazu.

10
Ist eine Fortsetzung der Final Stap - Aktivitäten geplant?


Mike:
Yeah, im Frühjahr 2005, das wird der Hammer.

Tobias:
Da fahren wir alle zusammen wieder in den Rock´n´Roll Urlaub!


Final Stap im Internet: www.finalstap.de