Fenster ausdrucken
Sollte die JavaScript-Routine window.print unter MacOs versagen, nutzen Sie bitte Druck-Icons, die Menüstruktur oder dergleichen.

Fragen zum Bandprojekt up´n coming an Simone und Thomas Drescher (Halle)

29.03.2004

Textversion
 

1
Zu den Bandmitgliedern. Seit wann gibt es up´n coming, und wer macht alles mit?


Die Hallenser Band up´n coming existiert seit 1999, allerdings hat sich die Besetzung bereits geändert. Derzeit sind dabei:
Simone (vocals, percussion) und Thomas Drescher (Gitarre), Christoph Karpe (Bass), Detlev Koch (drums, percussion) und Ines (backing vocals).

up´n coming, Foto: Band

up´n coming

2
Gibt es bereits CDs von Euch? Wann entstand der aktuelle Song Memory? Sind weitere Songs geplant?


Unser aktueller Song Memory entstand im Januar 2004, moderner gitarrenlastiger Rock. Der Titel steht stellvertretend für den Stil der Gruppe. Unsere Songs haben deutsche beziehungsweise englische Texte, je nachdem, wie es zur Musik passt. Gehaltvolle deutsche Texte zu schreiben ist freilich nicht einfach. Wir haben eine Demo-CD mit 15 Titeln produziert, no connection, die wir an Veranstalter verschicken und die wir nach Konzerten an die Fans verkaufen.

3
Macht Ihr ausschließlich Musik oder habt Ihr noch anderweitige Jobs?


Es ist so, dass wir die Musik im Augenblick nebenher machen. Ich arbeite als Bühnentechniker der Hallenser Oper, Simone ist Gärtnerin, Christoph Redakteur bei der Mitteldeutschen Zeitung, Ressort Sport, Detlev ist Kaufmann, Ines arbeitet als Schriftsetzerin.

4
Habt Ihr je Förderung erhalten, welches war bisher Euer bedeutendster Auftritt, wie sieht es generell mit Auftritten in Halle und Umgebung aus?


Förderung haben wir bislang keine erhalten. Nun, wir waren beim F6 Music Award in Magdeburg dabei im September 2000. Im vergangenen Jahr durften wir in Burg die Jump Arena Radio Show supporten – das war schon was! Halle ist veranstaltungstechnisch in Punkto Rockmusik ein schwieriges Pflaster, freundlich ausgedrückt. Besonders als Nachwuchstruppe bekommt man das zu spüren. Wir finden derzeit keine Möglichkeit zum Auftritt, um es klar zu formulieren. Dazu kommt, dass unser Sound vom Volumen her nicht in die ganz kleinen Clubs passt. Die Veranstalter riskieren kaum mehr etwas und das nicht nur in Halle. Unser Bestreben ist es zudem, eigene Songs zu bringen, dieser ganze Coverkram geht uns gegen den Strich. Das machen andere – selbst namhafte Leute – leider schon zur Genüge!

5
Wie ist Eure Meinung über kommerzielle Medien, die Rockmusik präsentieren oder dies zumindest vorgeben?


Negativ. Die Auswahl ist gering, immer dieselbe Schiene wird bedient. Da geht es doch nur darum, Kohle zu machen, was sehr schade ist. Die Vielfalt der Live-Szene wird nicht annähernd wiedergegeben. Stars gibt es nur für kurze Zeit, Bands verschwinden wieder, kaum, dass sie hervorgetreten waren.

6
Studio-Arbeit oder Live-Auftritte, was bevorzugt Ihr?


Wir sind eine typische Liveband. Sonderlich viel Studioarbeit war da noch gar nicht, wir haben bestenfalls Demos produziert. Wir proben unter Kopfhörern, um die Nachbarn nicht zu stören, was aber auch Nachteile hat, wenn es darum geht, ein Live-Feeling herzustellen, Bewegungsabläufe zu festigen und dergleichen. Vor allem achten wir darauf, dass alle soundtechnischen Ideen live umsetzbar sind, das keine Schere existiert zwischen Studioprodukt und Live-Performance.

7
Was inspiriert Euch künstlerisch?


Zum Beispiel Konzerte anderer Bands und Musiker. Oder eben auch ein eigener, gelungener Auftritt. Danach sind wir motiviert, Songs zu schreiben, am Sound zu feilen und so. Leider liegen lange Pausen zwischen unseren Livegigs, so dass wir oft genug ziemlich von vorn anfangen müssen, die einmal erreichte Qualität zu reproduzieren.

8
Wenn Ihr drei Wünsche frei hättet, was wären diese?


Wir würden gerne Musik-Geschichte schreiben.
Wir möchten mit einem eigenen Song in die Charts.
Und es würde uns reizen, einmal in der Baggerstadt Ferropolis zu spielen!


up´n coming im Internet: www.upncoming.de